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90 Kilogramm Kunst:

Eine Ärztin aus Schönwalde

hat 50 Gullydeckel produziert. Einige davon werden in

Bötzow verlegt.

 

© Thomas Lindl

Kunst versinkt in der Straße

 

Bötzow (MZV) Allerorten vorhanden, aber in der Regel wenig beachtet sind die gusseisernen Verschlüsse, die die Wartungsschächte der Abwasserkanäle bedecken. Umgangssprachlich Gullydeckel genannt, laufen wir täglich darüber, ohne ihnen Aufmerksamkeit zu schenken. In Bötzow soll das nun anders werden.

 

Die Schönwalder Künstlerin Petra Radlmaier-Brenneisen findet schon seit einigen Jahren Gefallen an der Ästhetik der rund 90 Kilogramm schweren Deckel. Sie hat sie fotografiert und in Ton gegossen. Eine Ausstellung ihrer Arbeiten in Schönwalde haben auch die Verantwortlichen des Trink- und Abwasserverband Glien, zu dem der Oberkrämer Ortsteil Bötzow gehört, dazu gebracht, die Künstlerin für die Gestaltung ihrer Kanaldeckeln zu gewinnen. Nun sind die neuen Gullydeckel fertig. Am Freitag wurden sie in Schönwalde präsentiert.

 

Die Vollguss-Gullys haben einen Durchmesser von etwa 63 Zentimetern, einer kostet 290 Euro. Für die Gestaltung der Oberfläche hat Radlmaier-Brenneisen, im Hauptberuf Ärztin, nach Feierabend viel gezeichnet und gemessen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Um den Brandenburger Adler gruppieren sich das Verbandslogo und die Wappen der Gründungsgemeinden Schönwalde, Pausin, Perwenitz, Paaren im Glien, Grünefeld, Wansdorf und Bötzow. "Ich fand, die Wappen eignen sich gut. Da fühlt sich jeder angesprochen", so Radlmaier-Brenneisen. Die Idee, den Adler in die Mitte zu setzen, habe der Schönwalder Bürgermeister Bodo Oehme gehabt.

 

Der erste der 50 Deckel ist bereits verlegt - er befindet sich direkt vor dem Schönwalder Rathaus. Wo die restlichen 49 hinkommen, steht noch nicht fest. Jeder Ort erhält ein bestimmtes Kontingent. In Bötzow wird der Ortsbeirat nach Auskunft von Ortsvorsteher Günter Franke (Die Linke) im Januar 2015 über den konkreten Standort entscheiden.

 

Der Gedanke, die Oberfläche von Schachtabdeckungen dekorativ zu gestalten, ist nicht neu. Bereits die alten Römer entwickelten Kanalgitter, die mit Ornamenten aus Stein gehauen waren. Heute gibt es Kanaldeckel-Safaris und Kreativwettbewerbe, in denen die Bevölkerung aufgerufen wird, an der Gestaltung mitzuwirken. Auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs in Hannover befindet sich ein Kanaldeckel, aus dem sogar Musik zu hören ist. Fazit: Es kann durchaus lohnenswert sein, mit gesenktem Blick und offenen Augen durch die Straßen zu gehen.

 

 

Sabine Schulz 23.12.2014 07:00 Uhr

Red. Oranienburg, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

 

 

News 27.10.2014

Von Mathias Gubo

 

HAHN - Was sich auf dem Mittleren Ring in München bewährt hat, kann auch im Hahner Kreisel nicht schaden. Mit einer Nachtbaustelle wurden im stark befahrenen Kreisverkehr acht abgesenkte Kanalabdeckungen mit einem Spezialverfahren saniert. Der Vorteil: Die Arbeiten waren am frühen Morgen abgeschlossen, der Verkehr wurde kaum behindert.

 

Sogenannte Powermoons, wie sie Wintersportfreunde auch von abendlichen Biathlonrennen kennen, beleuchten die Arbeiten auf dem Hahner Kreisel. Frank Lucchesi, Sascha Boulion und Reiner Sucke haben im grellen Licht alle Hände voll zu tun. Doch „es klappt wie am Schnürchen“, freut sich Volker Ewen von den Taunussteiner Stadtwerken. Denn schon nach gut zwei Stunden sind die ersten beiden Kanalabdeckungen wieder auf dem richtigen Niveau.

 

17 000 Fahrzeuge täglich, darunter viele große Busse und Lastwagen, sorgen für eine extreme und permanente Belastung der Gullydeckel im Hahner Verkehrsknotenpunkt. Kein Wunder also, dass sich acht der Abdeckungen im Laufe der Jahre um zwei bis drei Zentimeter abgesenkt haben. Ein Ärgernis nicht nur für die Autofahrer, sondern auch für die Stadtwerke.

 

Am späten Freitagabend war mit den Sanierungsarbeiten begonnen worden. Und zwar mit einem von der Firma Meierguss entwickelten Spezialsystem. Dabei wird die Baumulde konisch ausgefräst, dann der spezielle konische Abdeckrahmen eingebaut, der entstandene Ringspalt mit Spezialmörtel ausgegossen und die Straßendecke, ist der Mörtel nach zehn Minuten abgetrocknet, wieder asphaltiert.

 

Schnell und sicher

 

Man brauche im Durchschnitt eine Stunde pro Kanaldeckel, sagt Markus Kegler von Meierguss, der die Arbeiten beaufsichtigt. Die konische Form der Konstruktion sorge dafür, dass die Lastabtragfläche vergrößert und der Auflagendruck deshalb verringert wird. „Die daraus entstehende Pfropfwirkung fördert den seitlichen Lastabtrag weg vom Schacht“, so Keglers Erläuterung.

 

Auch der leichte Nieselregen, der inzwischen eingesetzt hat, stört die Bauarbeiten nicht. „Solange es nicht schüttet oder Frost kommt, kein Problem“, betont Kegler. Zur Not habe man im Lastwagen auch noch einen Schirm, mit dem man die Arbeitsstelle abdecken könne. Man werde die Baustelle auf jeden Fall „stubenrein“ übergeben, verspricht Kegler.

 

Um die Sicherheit der Arbeiter zu gewährleisten und den Verkehr im Kreisel je nach Baustand zu steuern, hatten die Stadtwerke zudem eine Firma zur Verkehrssicherung engagiert. Denn besonders wichtig war, dass drei Kanalabdeckungen an den Abzweigen in Richtung Wehen und in Richtung Wingsbach in der Zeit zwischen 2 und 5 Uhr saniert wurden. In dieser Zeit mussten Autofahrer eine kleine Umleitung durch Hahn nehmen, Volker Ewen hatte entsprechende Handzettel vorbereitet. Das Zeitfenster war so eng gesteckt, da ab 5 Uhr wieder Busse unterwegs waren, bis dahin also die neuen Deckel eingebaut sein mussten – was klappte, auch dank der guten Abstimmung mit dem Kreis, der RTV, der Polizei und der Taunussteiner Ordnungsbehörde.

 

Doch für Markus Kegler und seine Männer war am frühen Morgen noch lange nicht Feierabend – sie hatten ab 8 Uhr noch drei Kanaldeckel auf der Bundesstraße 255 bei Montabaur zu sanieren.

News 15.10.2014

News 21.07.2014 – Gully-Deckel aus Rahden

News 02.06.2014

News 13.05.2014

Impressions - MeierGuss auf der IFAT 2014

World´s leading Trade Fair for Water, Sewage,

Waste and Raw Materials Management, 5. - 9. May, 2014 in Munich

 

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News 25.03.2014

News 16.09.2013

 

“The train of history stops at the new, future-orientated MeierGuss “Roundhouse” training centre  in Rahden”.

News 29.08.2013

 

The start signal was given. The work at our new MeierGuss “Roundhouse” training centre is now completed and the first  internal “practice session” was held successfully. We look forward to an early opening.